Wir erklären Begriffe aus unserer tagtäglichen Arbeit.
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- Bake-hardening-Stahl
Bei Raumtemperatur alterungsbeständiger Stahl, der beim Lackeinbrennen zusätzlich verfestigt. Im Anlieferungszustand sind solche Stähle mit ihrer relativ niedrigen Streckgrenze gut kaltumformbar. BH-Stähle kommen beispielsweise im Automobilbau zum Einsatz.
- Band
Es ist zu unterscheiden zwischen (Herstellungs-)Band und Bandprodukten. Bei Herstellungsband handelt es sich um warm- oder kaltgewalztes Flachzeug, das direkt hinter der Fertigwalze – ggf. nach Beizen oder kontinuierlichem Glühen – zu einer Rolle (Coil) aufgewickelt wird. Das Band hat im Walzzustand leicht gewölbte Kanten, kann aber auch mit beschnittenen Kanten geliefert werden. Warmband kann auch durch Längsteilen eines breiteren Bandes entstehen (Spaltband).
Man unterscheidet zwischen:
- Warm- bzw. Kaltbreitband mit Walzbreiten < 600 mm
(bei Kaltbreitband ist die Walzbreite identisch mit der Lieferbreite); - längsgeteiltes Warm- bzw. Kaltbreitband mit Walzbreiten
< 600 mm und Lieferbreiten < 600 mm; - warm- oder kaltgewalzter Bandstahl mit Breiten < 600 mm.
Bandstahl kann nach Abwickeln von der Rolle und Ablängen
auch als Bandstahl in Stäben geliefert werden.
- Warm- bzw. Kaltbreitband mit Walzbreiten < 600 mm
- Bandbeschichten
Sammelbegriff für die kontinuierlichen Verfahren zur Beschichtung von Band. Als Beschichtungswerkstoffe kommen sowohl NE-Metalle (Zn, Sn, Al) als auch organische Substanzen zum Einsatz. Metallische Beschichtungen werden durch Schmelztauchen, elektrolytisches Abscheiden und durch Gießplattieren aufgebracht. Neuere Verfahren binden zum Teil auch bereits eine Glühbehandlung mit ein. Bei organischen Stoffen unterscheidet man Folien- (Kunststoff) und Flüssigbeschichtung (Farbe).
Siehe auch: Kontinuierlich bandbeschichtete Stahlbleche.
- Bandbeschichtetes Stahlblech und -band
Siehe: Kontinuierlich bandbeschichtete Stahlbleche.
- Bandprodukte, Bandstahl kaltgewalzt
Kaltgewalztes Band (Dicken im allgemeinen <= 3 mm).
Aus Warmbreitband (Bandprodukte, Bandstahl warmgewalzt) durch Kaltumformen hergestelltes Flacherzeugnis, das durch Kaltwalzen eine Querschnittsminderung um mind. 25 % erfährt und nach Durchlaufen der Fertigwalze bzw. nach dem Beizen oder kontinuierlichen Glühen zu einer Rolle (Coil) aufgewickelt wird.
Es wird unterschieden zwischen:
- Kaltbreitband; das ist kaltgewalztes Band mit einer Walz- und Lieferbreite von < 600 mm,
- Längsgeteiltes Kaltbreitband mit einer Walzbreite < 600, aber einer Lieferbreite von < 600 mm, Maßnorm für 1. und 2.: DIN EN 10131 (bisher DIN 1541) oder DIN 69382 für nichtrostende Stähle
- Kaltband mit einer Walzbreite < 600 mm, das nach Ablängen von der Rolle auch als Kaltband in Stäben geliefert werden kann. Maßnorm: DIN 1544 bzw. 59381 für nichtrostendes Kaltband.
- Als Spezialerzeugnis kaltgewalztes Feinstblech in Rollen zur
Herstellung von Weißblech nach DIN EN 10205.
- Bandprodukte, Bandstahl warmgewalzt
Flacherzeugnis mit einem rechteckigen Querschnitt, wobei die Breite wesentlich größer als die Dicke ist; hergestellt aus Halbzeug unlegierten oder legierten Stahles. Es wird unmittelbar von der Fertigwalze bzw. nach dem Beizen oder dem kontinuierlichen Glühen zu einer Rolle (Coil) aufgewickelt, so dass die Seitenflächen der Rolle ungefähr in einer Ebene liegen. Bandprodukte haben im Walzzustand leicht gewölbte Kannten, kann aber auch mit beschnittenen Kannten geliefert werden oder durch Längsteilen (Spalten) eines breiteren Bandes entstehen (Spaltband).
Es wird unterschieden:
Warmbreitband (Dicken bis zu 20 mm)
- Warmbreitband mit Breiten < 600 mm, Maßnorm DIN EN 10051 (bisher DIN 1016)
- Längsgeteiltes Warmbreitband, das ist warmgewalztes Band mit einer Walzbreite < 600 mm und einer Lieferbreite < 600 mm nach DIN EN 10048 (Entwurf), bisher DIN 1016
- Bandstahl, das ist warmgewalztes Band mit Walzbreiten <
600 mm, das nach Ablängen von der Rolle auch als Bandstahl
in Stäben geliefert werden kann. Maßnorm DIN EN 10048
(Entwurf), bisher DIN 1016, Warmbreitband wird zum größten
Teil bereits in den Walzwerken durch Querteilen zu Bandblech
oder zu Kaltgewalzten Flacherzeugnissen (Bandprodukte, Bandstahl
kaltgewalzt) weiterverarbeitet. In bestimmten Sorten wird Warmbreitband
als Vormaterial für Großrohre verwendet. Ein weiterer
Teil wird in Servicebetrieben des Handels Kundenwünschen
entsprechend quer- und längsgeteilt.
Bandstahl wird hauptsächlich zur Herstellung von geschweißten Rohren einschließlich Präzisionsstahlrohren, als Vormaterial in Kaltwalzwerken, in geringeren Mengen für Gitterroste, Spezialprofile, im Fahrzeugbau und in der EBM-Industrie verwendet. Die Lieferung erfolgt normalerweise in schwarzer Ausführung. Bei Bedarf kann auch gebeizt, blank oder geölt bezogen werden.
- Bandblech
Aus Warmbreitband (Band) geschnittenes Blech, meist in Dicken bis 15 (max. 20) mm.
Im Unterschied dazu: Quatroblech.
- Bandstahl
Bandstahl wird hauptsächlich zur Herstellung von geschweißten Rohren einschließlich Präzisionsstahlrohren, als Vormaterial in Kaltwalzwerken, in geringeren Mengen für Gitterroste, Spezialprofile, im Fahrzeugbau und in der EBM-Industrie verwendet. Die Lieferung erfolgt normalerweise in schwarzer Ausführung. Bei Bedarf kann auch gebeizt, blank oder geölt bezogen werden.
- Beizen
Das Ergebnis einer blanken Oberfläche durch die Einwirkung von Säuren nennt man Beizen. Wichtigste Beizmittel sind verdünnte Salzsäure oder Schwefelsäure. Verunreinigungen (Zunder, Korrosionsprodukte, Fette/Öle etc.) müssen von der Oberfläche entfernt werden. Erst dann kann der Stahl kaltumgeformt (Ziehen, Kaltwalzen) oder oberflächenveredelt werden. Chemisch beständige Stähle werden nach dem Beizen passiviert.
- Beschichtung
Oberbegriff für ein oder mehrere in sich zusammen hängende Schichten auf einem Grundwerkstoff. Bei Stahl unterscheidet man zwischen metallischen und organischen Beschichtungen.
- Biegeumformen
Oberbegriff für das Kanten, das Schwenkbiegen, das Walzbiegen und das Versteifen von Blech, wie z.B. das Sicken. Beim Biegeumformen werden die Biegekanten, besonders wenn zur Vorbereitung des Falzes bis um 180° gebogen werden muss, sehr hoch beansprucht. Wichtig ist die Berücksichtigung der Walzrichtung. Bei der Herstellung des Bleches im Walzwerk werden die Kristallite des Rohmaterials durch den Walzendruck in der Bewegungsrichtung des Stranges gestreckt. In dieser Richtung besitzen die Bleche die größte Festigkeit. Beim Biegen von Blechen sollte die Biegekante möglichst senkrecht zur Walzrichtung liegen. Ist dies nicht möglich, muss der Biegeradius vergrößert werden.
- Blech
Flacherzeugnis mit etwa rechteckigem Querschnitt, bei dem die Breite (mind. 600 mm) wesentlich größer als die Dicke ist. Die Oberfläche ist in der Regel technisch glatt und eben, kann aber in bestimmten Fällen (z.B. bei Tränenblechen) absichtlich Erhöhungen oder Vertiefungen in regelmäßigen Abständen aufweisen.
Man unterscheidet:
- warmgewalztes Blech, das walzroh oder entzundert sein kann, in Tafeln von meist viereckiger oder auch anderer Form, mit Naturwalz-, mechanisch oder brenngeschnittenen Kanten. Es kann unmittelbar durch Walzen auf einer Umkehrstraße, durch Abteilen von einer Walztafel oder aber von einem kontinuierlich warmgewalzten Band hergestellt sein. Nach der Dicke wird unterschieden in Feinblech von < 3 mm und Grobblech von < 3 mm. Ein auf einer Umkehrstraße erzeugtes Blech wird auch als Quartoblech bezeichnet. Ein leichtes Kaltnachwalzen (Dressieren oder Skinpass mit meist unter 5 % Verformung) ändert nichts an der Zuordnung zu warmgewalztem Blech.
- kaltgewalztes Blech, das aus einem warmgewalzten Vormaterial
(wie unter 1.) durch Kaltwalzen eine Querschnittsverminderung
um mind. 25 % erfahren hat. Bei bestimmten Edelstahlsorten kann
die Kaltumformung auch kleiner als 25 % sein.
- Blechumformung
Siehe: Biegeumformung, Tiefziehen, Ziehen.
- Bramme
Fester Rohstahl mit rechteckigem Querschnitt. Die Breite beträgt mind. das Zweifache der Dicke. Halbzeug für Blech und Warmbreitband. Man unterscheidet: Rohbramme und Vorbramme.
- Breitband
Siehe: Warmbreitband.
- Bruchdehnung A
Beschreibt die bleibende Verlängerung bis zum Bruch einer Probe im Zugversuch. Sie wird auf die Ausgangsmesslänge der Zugprobe (Proportionalstab) bezogen und in Prozentpunkten ausgedrückt. Diese Größe umfasst den Einschnürungsbereich und wird somit stark von der gewählten Meßlänge bestimmt.
Im Gegensatz dazu: Gleichmaßdehnung.







