Glossar

 
 
 

Wir erklären Begriffe aus unserer tagtäglichen Arbeit.

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  • Ebenheit
    Als Abweichung von der Ebenheit gilt bei Blechen der größte Abstand zwischen dem Blech und einer ebenen waagerechten Unterlage, auf der es frei liegt. Die Ebenheit-Toleranzen sind in den Maßnormen, nach Dicken gestaffelt, festgelegt. DIN EN 10130 (früher DIN 1541) für kaltgewalzte Flacherzeugnisse unterscheidet die Ebenheit bei weichen Stählen mit Streckgrenze Re < 280 N/mm² und Stählen mit höherer Streckgrenze (Re < 280 und < 360 N/mm²); bei letzteren ist eine größere Welligkeit zulässig. Es werden zwei Toleranzklassen (normale und eingeschränkte Ebenheiten) unterschieden. DIN EN 10029 für warmgewalztes Stahlblech sieht ebenfalls normale und eingeschränkte Ebenheiten bei gestaffelter Dicke vor. Im Sprachgebrauch normal- und feineben. Unabhängig davon wird die Geradheit (Randwelligkeit) beurteilt.

  • Edelstahl
    Ist ein Sammelbegriff für Stahlsorten, die in einer besonderen Verfahrensweise (Sekundärmetallurgie) erschmolzen wurden, einen hohen Reinheitsgrad aufweisen und gleichmäßig auf die vorgesehene Wärmebehandlung reagieren. Nach der chemischen Zusammensetzung unterscheidet man zwischen unlegiertem (Stahlgruppennummern 10-18) und legiertem (Stahlgruppennummern 20-89) Edelstahl (DIN EN 10020). Entsprechend ihrem Einsatz unterteilt man in Bau-, Maschinenbau-, Behälter-, Werkzeug-, Schnellarbeits-, Wälzlagerstähle. Oder man definiert sie über ihre Eigenschaften: chemisch beständige, nichtrostende, hitzebeständige, hochwarmfeste, schweißgeeignete Stähle, Stähle mit besonderen physikalischen oder magnetischen Eigenschaften oder besonderer Streckgrenze.

    In der BRD wurden 1995 rund 8,1 Mio t Edelstahl hergestellt; das ist ein Anteil von 19,4 % der Gesamt-Rohstahlerzeugung dieses Jahrgangs.

  • Elastizitätsgrenze
    Meint die Spannung, die ein Werkstoff ohne bleibende Formänderung erträgt. Als Berechnungsgrundlage wird die Streckgrenze (Re) bzw. die technische Dehngrenze (Rp0,2) eingesetzt.

  • Elektrolytisch verzinkte
    Im Differenzierung zum Feuerverzinken wird hier auf Flacherzeugnissen eine Zinkschicht unter dem Einfluß eines elektrischen Feldes aus der wässrigen Lösung eines Zinksalzes (auf eine entsprechend vorbereitete Oberfläche) abgeschieden. Die Zinkschicht hat mattes Aussehen, ist festhaftend und darf nach dem Falten keine Abblätterungen aufweisen. Die Verzinkung ist ein- oder beidseitig möglich, wobei die Zinkauflagen je Seite unterschiedlich dick sein können. Die Zinkschichtdicke beträgt nur etwa 10 % der feuerverzinkten; sie wird in µm gemessen, wobei es international üblich ist, bei der Benennung den zehnfachen Wert der Nennzinkauflage (z.B. ZE 25/25 = 2,5 µm je Seite) anzugeben. Es gibt einen hervorragenden Haftgrund für die in der Regel vorgesehene spätere Lackierung oder Bandbeschichtung
    (Coil-coating).

  • Eloverzinkte Bleche
    Kurzbezeichnung im Sprachgebrauch für elektrolytisch verzinkte Flacherzeugnisse.

  • EN-Norm
    Europäische Normung, abgekürzt EN. Das Europäische Komitee für Normung CEN und das Europäische Komitee für elektrotechnische Normung CEN ELEC bilden die gemeinsame europäische Normenorganisation CEN-CEN ELEC mit Sitz in Brüssel. Das DIN Deutsche Institut für Normung ist Mitglied im CEN. Zu den vordringlichsten Zielen der Europäischen Union gehört die Vollendung des europäischen Binnenmarktes, das Ziel von CEN ist die technische Harmonisierung und Normung in der EU.
    Siehe auch: Normung.

  • Entgraten
    Im Bereich der Fertigungstechnik entsteht bei den meisten Verfahren ein Grat (=scharfkantige Erhebung) an Kanten und Rändern von Werkstücken: bei Gussteilen an der Nahtlinie von Formoberteil und -unterteil, bei Gesenkteilen an der Nahtlinie von Ober- und Untersenken, an den Schnittkanten von Scheren und Sägezuschnitten, an Schweißnähten usw. Diese müssen aus Gründen der Funktionserfüllung oder auch der Sicherheit entfernt werden. Hierfür gibt es zahlreiche Möglichkeiten: z.B. Schleifen, Bürsten sowie chemische, elektrochemische und elektrische Abtragverfahren oder auch Kombinationen dieser Verfahren. Nach DIN 6784 werden Werkstückkanten festgelegt.

 
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