Wir erklären Begriffe aus unserer tagtäglichen Arbeit.
| A | B | C | D | E | F | G | H-I | K | L-N | O-R | S | T | U-V | W | Z |
- Galfan
Begriff für ein oberflächenveredeltes Blech oder Band, wobei eine eine Aluminium-Zink-Legierung im Schmelztauchverfahren auf die Stahloberfläche aufgebracht wird. Üblicherweise enthält die Zinkschmelze5 % Al und ca.0,1 % Mischmetall. Teile weisen eine höhere Korrosionsbeständigkeit auf als feuerverzinkte Teile.
- Galvalume
G. bezeichnet Blech oder Band, dessen Oberfläche mit einer speziellen Aluminium-Zink-Legierung überzogen wurde. Hierfür wird der Stahl in eine Schmelze getaucht, die aus 55 % Al, 43,5 % Zn und 1,5 % Si besteht. G. weist eine höhere Korrosionsbeständigkeit auf als feuerverzinkte Produkte.
- Galvanisieren
G. ist ein elektrolytisches Beschichten metallischer Oberflächen (z.B. Verchromen, Verzinken, Verzinnen etc.) zur Optimierung des Korrosionsschutzes und/oder des dekorativen Erscheinungsbildes.
- Galvanneal
(Endstanden als Kunstwort aus Galvanisieren und annealing-Glühen) Wird feuerverzinktes Blech oder Band nach dem Schmelztauchen geglüht (bei Temperaturen oberhalb des Schmelzpunktes von Zink), so nennt man das daraus entstehende Produkt Galvanneal und den Prozess Galvannealing. Der so behandelte Überzug besteht nur aus Eisen-Zink-Verbindungen.
- Gefüge (Struktur)
Beschreibt die Anordnung und das Aussehen der Kristalle bzw. Kristallite in einem metallischen Werkstoff. Im gleichmäßigen Gefüge bilden die Metallkristalle ein regelloses Haufwerk; eine besondere Ausrichtung – etwa nach einer Kalt-umformung – bezeichnet man als Textur. Das G. lässt sich am Schliff, einer geschliffenen, polierten und geätzten Schnittfläche, beurteilen. Das geschieht makroskopisch (z.B. zur Beurteilung einer Bruchfläche) oder mikroskopisch (Bestimmung der Gefügeanteile, Korngröße, etc.). In der Metallographie wurden für typische Gefügebestandteile und –ausbildungen besondere Namen geprägt, z.B. Ferrit, Austenit, Perlit, Martensit, Bainit, usw.
- Gütenorm
Gütenormen erfassen die technischen Liefer-bedingungen für die verschiedenen Werkstoffarten bzw. -sorten.(z.B. Betonstahl: DIN 488, Kaltgewalztes Band und Blech: DIN EN 10130 (zuletzt DIN 1623), Unlegierte Baustähle: DIN EN 10025 (zuletzt DIN 17100), Vergütungsstähle: DIN EN 10083 (zuletzt DIN 17200). Die Sorten werden mit ihrer chemischen Zusammensetzung, den mechanischen und technologischen Eigenschaften, deren Prüfung sowie Behandlungs- und Bearbeitungshinweisen usw. festgelegt und mitgeltende Normen (z.B. Maßnormen für die verschiedenen Erzeugnisformen aus den jeweiligen Sorten) angesprochen.







