Glossar

 
 
 

Wir erklären Begriffe aus unserer tagtäglichen Arbeit.

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  • Lagerformate
    Breite x Länge [mm], Kurzbezeichnung, Dicke [mm]

    Handelsübliche Standardformate für Bleche:
    1.000 x 2.000, Kleinformat (KF), ab 0,50
    1.250 x 2.500, Mittelformat (MF), ab 0,63
    1.500 x 3.000, Großformat (GF), ab 0,63

    Lagergroßformate:
    1.500 x 6.000, ab 3,0
    1.800 x 6.000, ab 3,0
    2.000 x 6.000, ab 3,0
    2.000 x 8.000, ab 3,0
    2.500 x 8.000, ab 5,0
    2.500 x 10.000, ab 5,0

  • Legierung
    L. ist der metallischer Werkstoff, der aus mindestens zwei Elementen besteht. Eines dieser Elemente muß ein Metall sein.

  • Legierungszuschlag
    Preisaufschlag bei legierten Stählen, der sich an den Metallpreisen der Legierungselemente orientiert. Wird regelmäßig der Marktsituation angepaßt und in der Regel im Anhängeverfahren berechnet.

  • Mechanische Eigenschaften
    Festigkeitseigenschaften wie Zug-, Druck- und Bruchfestigkeit, Bruchdehnung, Brucheinschnü-rung, Zeitstand-, Dauerfestigkeit, Kerbschlag-arbeit in den verschiedenen Zuständen (z.B. vergütet oder normalgeglüht). Sie werden im Zug, Druck-, Zeitstand-, Kerbschlagbiege- oder Dauerschwingversuch festgestellt.

  • Metall
    M. sind chemische Elemente, die sich durch starken Glanz (Reflexionsvermögen), gute Wärme- und elektrische Leitfähigkeit auszeichnen. Sie weisen kristalline Strukturen auf, im Gitter liegt metallische Bindung vor. Sie besitzen gute Festigkeitseigenschaften und sind gut umformbar. Sie werden unterteilt nach ihrer Dichte in Schwer- und Leichtmetalle (Grenze 4,5 g/cm³), nach der chemischen Beständigkeit in Edelmetalle und unedle Metalle. Gemäß ähnlichen Eigenschaften wird entsprechend den Gruppen im Periodensystem der Elemente in Alkali-, Erdalkali-, Seltenerdmetalle eingeteilt. Weitere Unterteilungen: Eisen und NE-Metalle (Nichteisenmetalle).

  • Mikrolegierter Stahl
    Unlegierte Vergütungsstähle mikrolegiert wenn, z.B. Vanadium und/ oder Niob oder Titan in Mengen zuzulegieren ist, die unter den Grenzwerten für legierte Stähle liegen. Durch die kontrollierte Abkühlung aus der Warmfor-mungstemperatur (Thermomechanische Behandlung), Kurzzeichen +M (bisher TM) findet eine Ausscheidungshärtung statt. Daraus entsteht eine für Vergütungsstähle typische Kombination von hoher Festigkeit und guter Zähigkeit, ohne die sonst erforderliche und aufwendige Vergütungsbehandlung. Das Gefüge ist ferritisch-perlitisch und bietet gegenüber dem Vergütungsgefüge zwei Vorteile: bessere Bearbeitbarkeit und einen relativ gleichmäßigen Härteverlauf über den ganzen Querschnitt.

  • Nichteisenmetalle
    (NE-Metalle) Oberbegriff für alle Metalle außer Eisen. Sie werden unterteilt nach der Dichte (über bzw. unter 4,5 g/cm³) in Schwer- und Leichtmetalle, in niedrig- und hochschmelzende, in edle und unedle NE-Metalle.

  • Normung
    Die planmäßige Vereinheitlichung/Festlegung einer möglichst eindeutigen Ordnung durch Normen, die – jede für sich – eine optimale Lösung gleichartiger Aufgaben darstellen. So werden rationelle Massenfertigungen, Austauschbarkeit gleichartiger Produkte, Typenbeschränkung, Verringerung von Lagerbeständen, Vereinfachung in Ein- und Verkauf sowie eindeutige Verständigung – national und international – möglich. Normen sind allgemein anerkannte Regeln der Technik und im als Empfehlung anzusehen. Sie sind bewährte Lösungen für häufig wiederkehrende Aufgaben. Im Stahlbereich zuständig: Fachnormenausschuß Eisen und Stahl. Man unterscheidet Stoff- (Güte-), Maß-, Prüf-, Verständigungs-, Konstruktionsnormen u.a. Normen. Insgesamt liegen über 250.000 DIN-Normen vor, die fast alle Lebensbereiche berühren. Sie sind als Einzelblätter im Format DIN A 4 zu haben. Die wichtigsten Normen aus Teilbereichen werden verkleinert in DIN-Taschenbücher zusammengefasst (z.B. Nr. 401 bis 405 Stahl und Eisen, Gütenormen 1 bis 5 Nr. 28 Stahl und Eisen, Maßnormen). Zu beziehen durch: Beuth Verlag GmbH, Berlin. Die Normen werden in den Fachnormenausschüssen erarbeitet, ggf. als Entwurf („Gelbdruck“) mit Einspruchsmöglichkeit und –frist, als Vornorm zur versuchsweisen Benutzung oder als endgültige Fassung („Weißdruck“) veröffentlicht. Normen unterliegen ständiger Überprüfung und Überarbeitung nach dem jeweils aktuellen Stand der Technik. In der Bundesrepublik Deutschland ist das Deutsche Institut für Normung e.V. Träger der Normung, auch Mitglied der internationalen Normenorganisation ISO und des Europäischen Komitees für Normung (CEN).
    Siehe auch: EN-Norm, ISO.


 
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