Glossar

 
 
 

Wir erklären Begriffe aus unserer tagtäglichen Arbeit.

A   B   C   D   E   F   G   H-I   K   L-N   O-R   S   T   U-V   W   Z  


  • Oberflächenbehandlung
    Siehe: Oberflächenveredelung.

  • Oberflächenfehler
    Sammelbegriff für Fehler im Werkstoff wie: Überwalzungen, Zundernarben, Riefen, Risse, Fließfiguren, Poren und Blasen. Wie weit sie den Gebrauchswert des Teiles mindern, hängt von verschiedenen Umständen ab: Risse und Kerben können bei dynamischer Beanspruchung zum Dauerbruch führen, Poren und Blasen eine Beschichtung unmöglich machen.

  • Oberflächenqualität
    Zur Überprüfung der O. definieren die Stahl-Eisen-Lieferbedingungen 055E vier Oberflächengüteklassen. Zerstörungsfreie und technologische Prüfungen zur Ermittlung von Oberflächenfehlern sind darin angegeben. Weitere Richtlinien zur Oberflächenbeschaffenheit enthalten DIN EN 10 021 und 10 163-1 bis-3.

  • Oberflächenveredelung
    Aufbringen von Schutzüberzügen auf Bleche. Funktionen: Korrosionsschutz, Verbesserung des Erscheinungsbildes in der Oberfläche und Schutz vor Beschädigungen. Wird erreicht durch Verzinken, Verzinnen, Aluminieren, Emaillieren usw. Kunststoffbeschichtungen erleichtern zusätzlich die Umformung. Kunststoffe werden in flüssiger Form durch Tauchen bzw. Sprühen aufgebracht, pulverisierte Kunststoffe durch Flammspritzen oder Wirbelsintern. Stahlbänder werden kontinuierlich beschichtet durch Aufwalzen von Pasten (Plastisolen) sowie durch Aufkleben und Aufschmelzen von Folien. Vor dem Beschichten wird das Band mit einem Haftvermittler, „Primer“, grundiert. Gebräuchliche Kunststoffe sind z.B. Polyvinylfluorid (PVF), Polyethylen (PE), Kunstharzlacke u.a. (Bandbeschichten, Galfan, Galvanneal, Galvalume).

  • Passivierung
    P. ist die Ausbildung einer sehr dünnen, porenfreien oxidischen Deckschicht, die sich nur sehr langsam auflöst. Die Korrosionsgeschwindigkeit ist in der Deckschicht absolut gering. Verantwortlich für die Deckschichtbildung sind chemische oder elektrochemische Vorgänge. Eine andere Art von passivem Korrosionsschutze ist das Aufbringen von Oberflächenbeschichtung, die das Korrosionsmedium nicht zum korrosionsanfälligen Werkstoff vordringen lassen.

  • Phosphatieren
    P. meint das Verfahren zur Vorbehandlung von Feinblechoberflächen vor dem Lackieren. Hierdurch werden zum einen die Haftfestigkeit der Lackschicht und zum anderen auch der Korrosionsschutz verbessert. Die gebräuchlichsten Verfahren für Stahl sind die Zinkphosphatierung und die Alkaliphosphatierung. Stähle müssen keine besonderen Anforderungen erfüllen, damit sie phosphatiert werden können.

  • Phosphorlegierter Stahl

  • Primer
    P. ist der Haftvermittler zwischen Stahl und einem Beschichtungswerkstoff, der direkt auf Stahl schlecht oder gar nicht haftet. Primer sind ausgezeichnete Schutzanstriche gegen Korrosion und Grundierungen für spätere Lacküberzüge.

  • Prüfbescheinigung
    Sammelbegriff für verschiedene Bescheinigungen. Hierunter fallen Werksbescheinigung, Werks(prüf)zeugnis, Abnahmeprüfzeugnis und Abnahmeprüfprotokoll (DIN EN 10 204). Die gesamte Produktionsprozeß von Stahl wird von ständigen Kontrollen und Überwachungsmaßnahmen begleitet. Je nach Qualitätssicherung wird die Stahlproduktion überwacht und lückenlos dokumentiert. Dennoch schließt die Freigabe eines Stahlproduktes oftmals die Beistellung von Prüfbescheinigungen nach DIN EN 10204 ein (bisher DIN 50049). Diese EN-Norm definiert bei metallischen Erzeugnissen alle Arten von Prüfbescheinigungen (internationale Norm: ISO 404 und ISO 10474). Die DIN EN 10 204 ist in Verbindung mit den Normen anzuwenden, in denen die allgemeinen technischen Lieferbedingungen festgelegt sind; z.B. für Eisen- und Stahlerzeugnisse nach DIN EN 10 021. Außerdem muss unterschieden werden zwischen einer nicht spezifischen Prüfung und einer spezifischen Prüfung. Bei der nicht spezifischen Prüfung bestimmt der Hersteller die ihm geeignet erscheinenden Prüfverfahren, mit denen die Erzeugnisse entsprechend den in der Bestellung festgelegten Anforderungen überprüft werden. Bei der spezifischen Prüfung wird vor der Lieferung nach den in der Bestellung festgelegten technischen Bedingungen an den zu liefernden Erzeugnissen geprüft. Weiterhin werden folgende Arten von Prüfbescheinigungen in dieser Norm festgelegt:

    Die Prüfbescheinigungen müssen durch einen Verarbeiter oder einen Händler so erstellt worden sein, daß sie als ein geeignetes Mittel zur Identifizierung des Erzeugnisses und damit einer eindeutigen Zuordnung von Erzeugnissen dienen kann. P. sind von Personen unterschrieben, die speziell für die Bestätigung verantwortlich sind.
    Siehe auch: Abnahmeprüfzeugnis.

  • Prüfzeugnis
    P. ist die schriftliche Bestätigung über die Ergebnisse spezifischer Prüfungen, die unabhängige Sachverständige durchgeführt haben. Es besagt, daß die Lieferung den Vereinbarungen bei der Bestellannahme entspricht. Man unterscheidet verschiedene Varianten von Abnahmeprüfzeugnissen. Sie können auf der Basis amtlicher Vorschriften (DIN EN 10 204; alt: DIN 50 049) und technischer Regeln, gemäß den Lieferbedingungen des Auftraggebers oder denen des Bestellers ausgestellt sein.
    Siehe auch: Abnahmeprüfzeugnis.

  • Quartoblech
    Unabhängig von der Stahlsorte als Einzel- oder kombinierte Tafel im Quartogerüst gewalztes Grobblech im Unterschied zum kontinuierlich gewalzten Bandblech.

  • Rohbramme
    Roherzeugnis aus festem Rohstahl. Die R. hat einen rechteckigen Querschnitt, wobei die Breite mindestens das Zweifache der Dicke aufweist.

  • Rost
    R. ist das Produkt einer Korrosion und entsteht bei der atmosphärischen Korrosion von Eisen. R. setzt sich aus verschiedenen Eisenoxiden zusammen: Fe3O4 bildet sich direkt an der Eisenoberfläche, Fe2O3 als auch FeOOH findet man an der Phasengrenze zur Atmosphäre. R.farbe: schwarz bis braunrot, von lockerer, poriger Beschaffenheit.

  • r-Wert
    Größe zur zahlenmäßigen Erfassung der Anisotropie. Sie ist definiert als Breitenformänderung durch Dickenformänderung und beschreibt so das Fließen eines Feinbleches beim Tiefziehen.

 
Ansprechpartner
Sie benötigen weitere Informationen. Sprechen Sie uns an. Hier finden Sie Ihren Ansprechpartner.
 
 
 
www.stahlo.dewww.lkh-online.de

Noch Fragen?
STAHLO-HOTLINE
Tel. +49 (0) 2771 / 302-6929
Fax +49 (0) 2771 / 302-6914
info@stahlo.de
Friedhelm Loh Group