Wir erklären Begriffe aus unserer tagtäglichen Arbeit.
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- Unlegierte Stähle
Bei der chemische Zusammensetzung unlegierter Stähle muß gewährleisten, daß bestimmte Grenzgehalte (für Elementkombinationen gelten zusätzliche Werte) nicht überschritten werden. Die entsprechenden Massengrenzgehalte sind: 0,0008% für B; 0,05% für alle Elemente der Lanthaniden, Ti, Zr und sonstige; 0,10% bei Al, Bi, Co, Se, V, W; 0,30% für Cr und Ni; 0,40% für Cu und Pb; 0,50% für Si sowie 1,65% Mn. Nach ihrer Qualität sind unlegierte Stähle in Grundstähle, unlegierte Qualitätsstähle und unlegierte Edelstähle zu unterteilen.
- Unlegierter Qualitätsstahl
Die DIN EN 10020 definiert den Begriff Q. neu. Es ist zu unterscheiden nach unlegiertem und legiertem Qualitätsstahl. Bisher war Qualitätsstahl regelmäßig unlegiert. Als unlegiert gelten die Stahlsorten, die kein gleichmäßiges Ansprechen auf eine Wärmebehandlung haben müssen und an die keine besonderen Anforderungen an den Reinheitsgrad gestellt werden. Im Vergleich zu Grundstählen können jedoch höhere/zusätzliche Anforderungen an die Verformungsfähigkeit, Korngröße, Sprödbruch-Unempfindlichkeit gestellt werden.
- Verbundwerkstoff
Verbindung zweier oder mehrerer Werkstoffe mit unterschiedlichen Eigenschaften. Im weiteren Sinne gehören auch verklebte Werkstoffe dazu. Unterscheidung verschiedener Herstellungsverfahren: Einbetten von Whiskern oder Fäden höherer Festigkeit in konventionelle Werkstoffe; Verpressen (z.B. HIP – heißisostatisches Pressen) und Sintern von Mischungen aus metallischen und nichtmetallischen Pulvern (z.B. metallkeramische Werkstoffe, Cermets); Preß- oder Auftragschweißen, Plattieren; Verbundstangenpressen; Verbundguß (z.B. Lagerhalbzeug aus Stahl/ Bronze).
- Verfestigung
Durch Anhäufung und Behinderung von Versetzungen infolge plastischer Verformung Anstieg der Streckgrenze.
- Verzinken
V. ist die Oberflächenveredelung von Stahl zum Schutz gegen Korrosion. Am bekanntesten unter den Feuerverzinkungsverfahren ist das Bandverzinken. Die Schichtdicke kann auf beiden Seiten unterschiedlich sein. Sie wird durch Schlitzdüsen bestimmt, die das überschüssige Zink mit Kaltluft zurückdrängen (Jet-Verfahren). Eine Stückverzinkung einzelner Teile ist im Tauchverfahren möglich. Bandstraßen ermöglichen das kontinuierliche elektrolytische oder galvanische Verzinken. Wie bei den Feuerverzinkungsverfahren ist die Oberflächenveredelung auch hier nach dem Entfetten, Beizen und vor dem Phosphatieren bzw. Chromatieren eingeordnet. Die Zinkschicht ist matt und ca. 2,5 bis 3,0 µm dick. Alternativ zu den löslichen Zinkanoden befördern unlösliche Anoden aus einer Bleilegierung die Elektrolytflüssigkeit durch die Zellen. Der Vorteil der Geschwindigkeitsregelung liegt darin, die Elektroden von Gasblasen freizuhalten. Bei dieser Technik lässt sich der Zinkauftrag einseitig oder beidseitig zwischen 1 und 15 µm einstellen. Das Spritzverzinken eignet sich für Fertigteile und Ausbesserungsarbeiten, aber auch für übergroße Stahlbauten, die auf der Montagestelle zu verzinken sind. Die Spritzpistole bläst die Schmelze eines kontinuierlich zugeführten Zinkdrahtes auf die Oberfläche. Beim Flammspritzen wird der Draht in einer Gasflamme geschmolzen, beim Lichtbogenspritzen treffen zwei Drähte im Lichtbogen zusammen.







