Stahlo Klassifizierungslabel C

C steht für die aktuelle Klasse

Aktuell bestmögliche Klasse

Das Elektrostahlwerk bietet derzeit die beste Lösung. Hier wird der Schrott in einem Elektrolichtbogenofen (EAF) unter Verwendung eines Energiemixes zu Stahl geschmolzen. Der so genannte "Recyclingweg" kann durch den Einsatz von Ökostrom weiter verbessert werden. Derzeitige Hindernisse sind die Verfügbarkeit von Ökostrom und die wirtschaftliche Tragfähigkeit aufgrund der Stromkosten.

stahlo_route_c_pfad

Mit Hilfe von Mischstrom wird Schrott im Elektrolichtbogenofen zu Stahl geschmolzen. Aufgrund der recyclingbedingten Begleitelemente kann nur eine begrenzte Bandbreite an Güten hergestellt werden. Durch den Einsatz von Ökostrom könnte die Prozessroute eine Klasse besser bewertet werden. Generell ist diese Prozessroute nur als Brückentechnologie oder Ergänzungstechnologie zu sehen, da die verfügbaren Schrottmengen nicht ausreichen, um den gesamten Stahlbedarf zu decken.

 

Das Label:

Das Label macht die verschiedenen Lösungen der Stahlhersteller transparent. Der Schwerpunkt liegt auf dem Teilprozess mit den höchsten Emissionen, nämlich der Rohstahlproduktion. Dazu hat Stahlo ein Kombi-Label entwickelt, das einerseits die verschiedenen Elemente der Produktion durch einfache Symbole darstellt und andererseits die daraus resultierenden CO2-Emissionen in 7 Klassen einteilt. Unterschieden wird zwischen der Klasse G, für den klassischen Hochofenprozess mit 1.800-2.200 kg CO2e pro Tonne Rohstahl, bis zur besten Klasse A mit weniger als 150 kg CO2e pro Tonne Rohstahl. Die Datengrundlage für die Klassifizierung sind die Angaben des Herstellers oder der Fachliteratur. Das Stahlo-Klassifizierungsetikett zeigt die wesentlichen Unterschiede auf einfache, aber geniale Art und Weise. Wenn das Stahlwerk die CO2-Belastung sogar über den Rohstahlzustand hinaus quantifiziert, fügen wir der Klasse ein zusätzliches "+" (plus) hinzu und unterstreichen, dass die Betrachtung auf das Warmband Coil ausgedehnt wird.