Weg 2 - Lichtbogenofen

Elektroöfen werden je nach Anforderung der Stahlgüte mit bis zu 100% Schrott betrieben

elektro_stahl

Schrott wird auf der Recyclingroute in Elektroöfen für eine 100%ige Wiederverwertbarkeit behandelt. Der Werkstoff bleibt für eine schier unendliche Bandbreite an Produkten eine vielseitige und immer weiter sinnvoll einsetzbare Ressource .

Stahl ist weltweit das am meisten recycelte Material.

Ressourcen sind nicht unbegrenzt verfügbar. Das Recycling von Stahl trägt im besonderem Maße zum nachhaltigen Umgang mit Ressourcen bei. Es ist das erklärte Ziel, sie für spätere Generationen zu schonen und zu erhalten.


Wenn Stahl nach einigen Jahrzehnten seinen Verwendungszweck erfüllt hat, wird er zu Schrott. Dieser Schrott bleibt allerdings ein hochwertiger Rohstoff. Er kann dann ohne Qualitätsverlust beliebig oft recycelt und restlos in den Wirtschaftskreislauf zurückgeführt werden.

Recycling
  • Schrott wird in einem Elektrolichtbogenofen bei hohen Temperaturen geschmolzen. Graphitelektroden leiten dabei den elektrischen Strom und erzeugen den Lichtbogen, der die elektrische Energie mit sehr gutem Wirkungsgrad und hoher Energiedichte in Schmelzwärme umwandelt. 
  • Dieses Verfahren kommt ohne Eisenerz aus. Im eigentlichen Prozess entsteht so gut wie kein CO2.
  • Zu Bedenken hierbei ist, dass der benötigte Strom größtenteils noch aus Kohlekraftwerken kommt.
  • Die CO2 -Emissionen sind also bereits zu einem früheren Zeitpunkt angefallen. 
  • Eine weitere Herausforderung ist die Tatsache, dass es auf der Welt nicht annähernd genug Schrott gibt, um komplett auf das Eisenerz zu verzichten. 
  • Außerdem ist die Zahl der Elektrolichtbogenöfen begrenzt, und dieses Verfahren wird hauptsächlich für die Herstellung von Edelstählen verwendet.
  • Daher kann dieser Weg nur in begrenztem Maße als Lösung oder Brückentechnologie dienen.